Berlin, "Vorfahrt für Bildung!" Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung in der Krise

Samstag, 18.09.2010, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Vortragsmaterialien:

Ulrich Thöne: Von Bildungsgipfel zu Bildungsgipfel zum 10-Prozent-Ziel
Gunter Quaißer: Bildungsfinanzierung - Vom Rückzug der öffentlichen Hand
Reinhard Frankl Bessere Bildung ohne ausreichendes Personal?
Sonja Staack: Bildung als Ideologie und Politikersatz im herrschenden Politdiskurs
Felix Silomon-Pflug: Wettbewerbliches Finanzmanagement und die Austreibung von Kritik an Hochschulen

Interview mit dem GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne



Ort: Berlin, DGB Berlin-Brandenburg, Keithstraße 1/3, 10787 Berlin

Veranstalter:

  • Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
  • BFW - Bildungs- und Förderungswerk der GEW
  • Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)
  • DGB Berlin-Brandenburg
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)


Um Anmeldung wird gebeten (s.u.)



„Vorfahrt für Bildung!“

„Vorfahrt für Bildung!“ tönt es aus allen regierungsamtlichen Lautsprechern. Mit einem Wachstum der Ausgaben für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des BIP bis 2015 soll die „Bildungsrepublik Deutschland“ geschaffen werden. Im Widerspruch dazu stagnieren die öffentlichen Bildungsausgaben im unteren Drittel des OECD-Länderrankings. Auf verschiedenen „Bildungsgipfeln“ mit Länderchefs und Kanzlerin wurde zwar immer wieder rhetorisch das Zehn-Prozent-Ziel bekräftigt, über die Finanzierung jedoch gibt es keinerlei verbindliche Zusagen. Brüstet sich der Bund mit zwölf Milliarden Euro Mehrausgaben für Bildung in der laufenden Legislaturperiode, wird in den Ländern und Kommunen, welche die Hauptlast öffentlicher Bildungsfinanzierung tragen, unter dem Druck von Steuerausfällen, auslaufenden Konjunkturprogrammen (2011) und unsinniger „Schuldenbremse“ der Rotstift angesetzt.

Gleichzeitig versucht man die politisch verschuldete prekäre Situation öffentlicher Haushalte zu nutzen, um langfristig und nachhaltig die Strukturen der Bildungsfinanzierung nach dem Muster ‚Mehr für Wenige – weniger für die Vielen’ zu verändern: für spektakuläre ‚Elitenförderprogramme’ werden Milliardenbeträge mobilisiert, während die Grundfinanzierung der Bildungsinstitutionen abgebaut und eine – ohnehin nur die Preissteigerung ausgleichende – zweiprozentige BAföG-Erhöhung vom Bundesrat verweigert wird.

Das strukturelle Problem eines defizitären Bildungssystems bedarf einer tiefer lotenden Debatte als es dem ‚offiziellen’ Kurzfristdenken in wahlkampfzyklischen Versprechungen, Ankündigungen und Buchungstricks entspricht. Auf der Tagung soll das Thema Bildungsfinanzierung als das grundsätzliche wirtschafts-, sozial- und verteilungspolitische Problem analysiert und diskutiert werden, welches es in Wahrheit ist.



Programm

10.00 – 10.15 Uhr: Eröffnung und Begrüßung

10.15 – 12.30 Uhr

Ulrich Thöne (GEW)
Von Bildungsgipfel zu Bildungsgipfel zum Zehn-Prozent-Ziel – eine Chronologie gebrochener Versprechen

Mechthild Schrooten (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Die wirklichen Ursachen der Systemkrise

Gunter Quaißer (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Bildungsfinanzierung – vom Rückzug der öffentlichen Hand

Diskussion

12.30 bis 13.30 Uhr: Mittagessen

13.30 – 15.00 Uhr

N.N. (DGB Berlin-Brandenburg)
Bildungshaushalt in Berlin

Torsten Bultmann (BdWi)
Mehr für die Elite – weniger für die Masse: wettbewerbliche Fehlsteuerung in der Hochschulfinanzierung

Reinhard Frankl (GEW)
Bessere Bildung ohne ausreichendes Personal - wie das denn?

Diskussion

15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause

15.30 – 16.30 Uhr

Felix Silomon-Pflug (BdWi)
Wettbewerbliches Finanzmanagement und die Austreibung von Kritik aus den Hochschulen – das Beispiel der Stiftungsuniversität Frankfurt/Main

Sonja Staack (BdWi)
Vorfahrt für Bildung! Bildung als Ideologie und Politikersatz im herrschenden Politdiskurs

Diskussion

16.30 Uhr

Heinz-J. Bontrup (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
Alternativen sind machbar: Privatisierung stoppen! Öffentliche Güter ausbauen! Steuergerechtigkeit herstellen!

Gemeinsame Erklärung der Veranstalter

Ende der Tagung: 17.00 Uhr


Tagungsort:
DGB Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin

Anreise:

ÖPNV: U-Bahn-Linie U2
Haltestelle Wittenbergplatz
Der Tagungsort befindet sich beim DGB Berlin-Brandenburg in der Keithstraße 1/3 (Ecke Kleiststraße).
Karte


Anmeldung zur Tagung

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
Postfach 33 04 47
28334 Bremen

oder per Mail an
memorandum@t-online.de

Die Anmeldung kann auch über das folgende Formular erfolgen.



Hiermit melde ich mich zur Tagung "Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung in der Krise" an.

Dateien:
Vorfahrt für Bildung, Tagung, 18.9.2010, Flyer.pdf (1237 kb)

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