23.07.1980

MEMORANDUM '80

Gegen konservative Formierung - Alternativen der Wirtschaftspolitik

Das vorliegende Memorandum gliedert sich in zwei Teile: TeilA- der von einer großen Zahl von Unterschriften aus dem wissenschaftlichen und gewerkschaftlichen Bereich unterstützt wird- geht auf die aktuelle wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Lage in der Bundesrepublik Deutschland im Frühjahr 1980 ein: Bei nach wie vor hoher Arbeitslosigkeit und unsicherer wirtschaftlicher Perspektive für große Teile der Bevölkerung sowie wirtschaftspolitischer Abstinenz der Bundesregierung versuchen die kapitalorientierten Kräfte in einer großangelegten Kampagne, die verstärkte konservative Formierung von Wirtschaft und Gesellschaft als Alternative zur gegenwärtig betriebenen Politik zu profilieren. Diese Strategie kann die sozialökonomischen Probleme in der Bundesrepublik jedoch nicht lösen, sondern würde sie mittelfristig verschärfen. Sie würde überdies die Demokratie in der Bundesrepublik bedrohen und eine Gefährdung für den Frieden in der Welt bedeuten. Nicht in der konservativen Formierung liegt daher die Alternative zur unsicheren Perspektive und wirtschaftpolitischen Enthaltsamkeit, sondern in einer energischen Durchsetzung der Prioritäten für beschäftigungs- und bedürfnisorientierte Wirtschaftspolitik, für konsequente Demokratisierung der Wirtschaft und gleichberechtigte Kooperation in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

In Teil 8 werden in 13 Kapiteln ausführliche Materialien zu einzelnen Abschnitten des Teil A vorgelegt und theoretisch detaillierter ausformulierte Erklärungsansätze und weitergehende Perspektiven alternativer Wirtschaftspolitik ausgeführt. Diese Kapitel wurden von den Untergruppen der Arbeitsgruppe erarbeitet. Die theoretischen Argumentationen stellen nicht die einheitliche Position aller Mitglieder des Memorandum-Kreises dar, sondern geben den Stand der Diskussion wieder. In den Untergruppen haben mitgearbeitet: Hermann Bömer, Gerhard Bosch, Ulrich Briefs. Gerhard Brosius, Joachim Eisbach, Dieter Eissel, Michael Ernst-Pörksen. Heiner Heseler, Rudolf Hickel, Klaus Hofemann, Jörg Huffschmid, Ernst-Ulrich Huster. Gunda Jortzig. Dietrich W. Köppen, Holger Paetow, Jan Priewe, Manfred Ulrich, Herbert Schui. Axel Troost. Bernd Roth, Rainer Volkmann. Marianne Weg. Franziska Wiethold. Karl-Georg Zinn.

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