Cornelia Heintze

Pflege in der Dauerkrise

Langfassung zum 4. Kapitel von Cornelia Heinze

Gleichermaßen im Akutpflegebereich der Kliniken wie im Bereich der Langfristpflege (LTC) von Menschen mit gesundheitlichem und sozialem Unterstützungs- und Betreuungsbedarf, nachfolgend auch als „Altenpflege“ bezeichnet, haben sich die Widersprüche der in Deutschland etablierten Systemkonfigurationen in den letzten Jahren so verschärft, dass die Kluft zwischen den gesetzlich formulierten Leistungs- und Qualitätszielen und der immer tristeren Pflegerealität ein bedenkliches Ausmaß erreicht. Die Verfehlung hoher Qualitätsnormen steht in einem engen Zusammenhang mit den schlechten Arbeitsbedingungen der in der Krankenund Altenpflege tätigen Fach- und Assistenzkräfte. Zum Standardrepertoire politischer Sonntagsreden gehört die Absichtserklärung, die pflegerischen Berufe hinsichtlich der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen so aufwerten zu wollen, dass der Einkommensrückstand gegenüber Durchschnittsverdienern behoben und eine Pflege nach pflegewissenschaftlichen Standards ermöglicht wird. Für die Umsetzung allerdings wähnt sich die deutsche Politik wenig zuständig. In folgenden Fehlentwicklungen verdichtet sich die Dauerkrise der Pflege:

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